Achillessehne

Was ist die Achillessehne?

Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Sie verbindet den Fersenknochen, das sogenannte Fersenbein, mit der Wadenmuskulatur. Die Achillessehne ermöglicht es uns zum Beispiel, auf den Zehenspitzen zu stehen und uns beim Laufen und Springen abzustoßen.

Die häufigsten Beschwerden an der Achillessehne sind Reizungen und Entzündungen. Ebenso auftreten können Risse oder Anrisse der Achillessehne. Rechtzeitig erkannt und gezielt therapiert kann eine Achillessehnenverletzung erfolgreich behandelt werden. Die Kombination aus Erfahrung des behandelnden Arztes und modernsten medizinischen Behandlungen sind hierbei der Schlüssel zum Erfolg.

Die Experten von ECOM® Excellent Center of Medicine sind auf die Behandlung und Therapie von Beschwerden an der Achillessehne spezialisiert und gelten national und international als renommierte Ansprechpartner.

Welche Verletzungen an der Achillessehne gibt es?

Verletzungen an der Achillessehne sind recht häufig. Jeder, unabhängig von seinen Lebensumständen oder seiner sportlichen Belastung, kann von Beschwerden an der Achillessehne betroffen sein.

Grundsätzlich unterscheiden wir hierbei zwischen einer Reizung und Entzündung der Achillessehne und einem Riss oder Anriss der Achillessehne. Während eine Reizung oder Entzündung an der Achillessehne in der Regel konservativ behandelt wird, ist die Operation bei einem Riss oder Anriss der Achillessehne oft die bessere Wahl.

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Reizung oder Entzündung der Achillessehne

Bei einer Reizung oder Entzündung der Achillessehne kommt es wiederholt zu Schmerzen, wenn die Wadenmuskeln angespannt oder gedehnt werden oder wenn das Fußgelenk längere Zeit belastet wird. Bei wiederkehrenden Schmerzen im Bereich der Achillessehne sollte ein Arzt aufgesucht werden, um Folgeschäden zu vermeiden und einen möglichen Achillessehnenriss auszuschließen.

Eine Achillessehnenreizung wird in der Regel konservativ, das heißt ohne Operation, behandelt. Zur Auswahl stehen hierfür verschiedene Maßnahmen wie Schonung, Kühlung, spezielle Lagerung des betroffenen Fußes, orthopädische Hilfsmittel sowie Physiotherapie.

Treten die Beschwerden wiederkehrend oder über einen längeren Zeitraum auf, sprechen wir von einer chronischen Reizung oder Entzündung der Achillessehne.

Riss oder Anriss der Achillessehne

Bei einem Riss oder Anriss der Achillessehne ist die Sehne, die die Muskeln an der Wade mit dem Fersenknochen verbindet, vollständig oder teilweise durchtrennt. Es kommt oft zu heftigen Schmerzen, zusätzlich kann der Fuß am Sprunggelenk nicht mehr richtig nach unten gebeugt werden.

Nicht jede gerissene Achillessehne muss operiert werden. Neuere Studien haben gezeigt, dass auch eine konservative Behandlung zu akzeptablen Heilungserfolgen führen kann. Bei jungen oder sportlich aktiven Menschen ist eine Operation jedoch oft die bessere Wahl. Die gerissene oder angerissene Achillessehne wird hierbei mittels moderner Nahttechniken operiert.

Bei einem Riss oder Anriss der Achillessehne stehen uns verschiedene Operationsverfahren zur Auswahl, die je nach Größe und Ausmaß des Schadens eingesetzt werden. Welches Verfahren individuell zum Einsatz kommt, muss der behandelnde Arzt entscheiden. Grundsätzlich gilt: Kleine Defekte werden in der Regel minimalinvasiv mit kleinem Schnitt per Endoskopie operiert. Bei größeren Defekten oder veralteten Rissen ist der konventionelle Normalschnitt empfehlenswert.

Ursachen für eine Erkrankung der Achillessehne

Die Ursachen für eine Erkrankung der Achillessehne sind unterschiedlich: Während Entzündungen und Reizungen oft auf Überbelastungen zurückzuführen sind, liegen bei einem Achillessehnenriss in der Regel traumatische Ereignisse vor. Eine bereits vorgeschädigte Achillessehne ist dabei deutlich anfälliger für einen Riss oder Anriss der Achillessehne.

Ursachen für eine Reizung oder Entzündung der Achillessehne

Eindeutige Ursachen für eine Reizung oder Entzündung der Achillessehne sind trotz intensiver Forschungsbemühungen bis heute nicht bekannt. Muskelungleichgewichte, zum Beispiel bei verspannter oder verkürzter Wadenmuskulatur, Bänderschwäche an den Sprunggelenken, Verformungen des Fußes oder Probleme am Knie, an der Hüfte oder an der Wirbelsäule können die Achillessehne anhaltend strapazieren. Ein entzündeter Achillessehnenansatz am Fersenbein ist oft mit einer Schleimbeutelentzündung oder einem Fersensporn verbunden. Ebenso kann sich auch das anliegende Bindegewebe entzünden.

Ursachen für einen Riss oder Anriss der Achillessehne

Die Ursachen für einen Riss oder Anriss der Achillessehne sind selten Gewalteinwirkungen von außen, sondern eine plötzliche, starke Belastung. Dies passiert zum Beispiel beim Sport durch Bewegungen, die das Sprunggelenk besonders beanspruchen. Solche Bewegungen kommen insbesondere bei Sportarten vor, die schnelle Sprints, jähe Stopps oder rasante Richtungswechsel erfordern, wie beim Tennis oder Fußball.

Risse entstehen aber auch im Alltag, wenn die Sehne plötzlich überfordert wird, weil Personen zum Beispiel bei Gelb noch schnell über die Straße laufen wollen. Begünstigender Faktor für einen Riss oder Anriss der Achillessehne ist oft eine durch Entzündung oder Überbelastung vorgeschädigte Sehne.

Symptome für einen Riss oder Anriss der Achillessehne

Ein Riss oder Anriss der Achillessehne tritt fast immer bei einer sogenannten Schnellkraftbelastung, zum Beispiel beim Sprint oder Sprung, auf. Die betroffene Person spürt beim Riss der Achillessehne oft einen peitschenartigen Schlag mit anschließender Schwäche des betroffenen Beins. Als Folge kann die Fußspitze nicht mehr nach unten gebeugt werden. Aufstehen oder Gehen sind zwar gelegentlich noch möglich, bereiten aber heftige Schmerzen. Das Stehen auf den Zehenballen gelingt nicht mehr, der Fuß kann nicht mehr abgerollt werden.

In Höhe des Risses ist häufig eine deutliche Delle tastbar. Der erfahrene Arzt kann so schon anhand der klinischen Untersuchung und spezieller Funktionstests einen Achillessehnenriss diagnostizieren. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Kernspintomographie verfeinern die Diagnostik.

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Risikofaktoren für einen Riss an der Achillessehne

Risse an völlig gesunden Achillessehnen sind extrem selten. Ist die Achillessehne ohne Vorschaden, bricht bei einem entsprechenden Unfall eher ein Teil des Fersenbeins am Sehnenansatz aus, als dass die Sehne selbst zerreißt. Viel häufiger kommen Risse bei geschwächten, vorgeschädigten Achillessehnen vor, die durch anhaltende Reizungen und Entzündungen überbelastet wurden.

Daneben gibt es weitere Faktoren, die das Risiko eines Achillessehnenrisses erhöhen: Fußfehlstellungen, ungeeignetes Schuhwerk, verkürzte Wadenmuskeln, mangelhaftes Aufwärmen vor dem Sport, wiederholte Überlastung beim Sport und ein höheres Lebensalter.

Diagnose und Therapie von Erkrankungen der Achillessehne

Eine gezielte Diagnose ist entscheidend für eine erfolgreiche Therapie. Der Arzt erkundigt sich daher zuerst nach aktuellen und früheren Beschwerden im Bereich der Achillessehne.

Im Anschluss folgt die Untersuchung, ob Gehen auf den Zehenspitzen und Stehen auf einem Bein möglich sind. Das betroffene Sprunggelenk wird auf Funktion und Schmerzempfindlichkeit beurteilt. Zusätzlich wird der Bereich der Sehne abgetastet – bei einem Achillessehnenriss ist einige Zentimeter über der Ferse eine Delle feststellbar.

Einzelheiten der Verletzung können in weiterführenden bildgebenden Verfahren wie Kernspintomographie oder Röntgenuntersuchung festgestellt werden.

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Konservative Therapie bei einer Verletzung der Achillessehne

Achillessehnenverletzungen können fast jeden treffen. Die gute Nachricht ist: Nicht immer ist eine Operation notwendig. Bei einer Reizung der Achillessehne führt eine konservative Therapie bestehend aus Schonung, Kühlung, spezieller Lagerung des betroffenen Fußes, orthopädischen Hilfsmitteln sowie Physiotherapie oft zu einer deutlichen Besserung. Starke Belastungen und Sport sollten in der Regenerationszeit bei einer Reizung der Achillessehne vermieden werden.

Operation bei einem Riss oder Anriss der Achillessehne

Bei einer vollständigen Durchtrennung oder einem Anriss der Achillessehne ist eine Operation oft empfehlenswert. Insbesondere jüngere, aktive Menschen profitieren hierbei von dem Eingriff, da die Achillessehne nach kurzer Zeit wiederhergestellt ist.

In der Regel wird ein Riss oder Anriss der Achillessehne minimalinvasiv per Endoskopie durchgeführt. Über einen kleinen Schnitt werden hierbei die Enden der gerissenen Sehne zusammengeführt und miteinander vernäht.

Falls der Riss schon länger besteht, größere Defekte vorliegen oder die Sehne besonders abgenutzt ist, wird diese eventuell verstärkt. Dies geschieht zum Beispiel mit einer körpereigenen Sehne, die in der Nähe des Operationsbereiches liegt (Sehnenplastik). Für die Operation älterer oder größerer Defekte ist häufig die konventionelle Operationsmethode mit einem Normalschnitt empfehlenswert, da über diesen Zugang die besseren Ergebnisse erzielt werden.

Rehabilitation nach einer Operation an der Achillessehne

Nach einer Operation an der Achillessehne kommt der Rehabilitation eine entscheidende Bedeutung zu, um den Heilungsverlauf zu beschleunigen und eine schnelle Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen.

Die enge Zusammenarbeit von Arzt und Physiotherapeut ist ein wesentlicher Bestandteil in der Rehabilitation nach einer Achillessehnen-Operation. Die Experten bei ECOM® Excellent Center of Medicine erarbeiten daher gemeinsam mit verantwortlichen Therapeuten ein individuelles Rehabilitationskonzept. Immer mit dem Ziel, Patienten so schnell wie möglich zurück in Sport und Alltag zu bringen.

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Beratung und Kontakt bei Fragen zu Verletzungen an der Achillessehne

Sie haben Fragen zu der Behandlung und Therapie bei einer akuten oder chronischen Verletzung an der Achillessehne? Unsere Experten Dr. Erich Rembeck und Dr. Alexander Rauch informieren und beraten Sie gerne ausführlich in einem persönlichen Gespräch. Vereinbaren Sie einfach einen Termin. Wir freuen uns auf Sie.