Stoßwellentherapie: Ein Heilungsbeschleuniger mit echtem regenerativem Potenzial
Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) hat sich in der modernen Orthopädie als wissenschaftlich-fundiertes Verfahren etabliert, um schmerzhafte Sehnen- und Sehnenansatzprobleme wie Tennisellenbogen oder Achillessehnenbeschwerden konservativ zu therapieren. Ihr besonderer Wert liegt in der Fähigkeit, körpereigene Regenerationsprozesse gezielt zu aktivieren – und das nahezu nebenwirkungsfrei und mit beeindruckender klinischer Evidenz. Mehr als 2000 Publikationen in hochdotierten wissenschaftlichen Journalen belegen die Wirksamkeit dieser Therapieform.
Als erfahrene Fachärztin für Orthopädie, Orthopädische Rheumatologie und Sportmedizin nutzt Dr. med. Frauke Schallner in der ECOM Praxis die Stoßwelle. Sie ist zertifiziertes Mitglied der Deutschsprachigen internationalen Gesellschaft für Extrakorporale Stoßwellentherapie – Digest e.V.
Dr. Schallner: „Ich sehe die Stoßwelle als wichtigen Baustein in einem individuell für den Patienten erstellten, ganzheitlichen konservativem Therapiekonzept – in Kombination mit angeleitetem Eigenübungsprogramm, gezielt eingesetzten Eigenblutinjektionen, Nährstoffoptimierung, Orthopädischen Hilfsmitteln, EMTT sowie parallel begleitender oder nachfolgender Physiotherapie und Medizinischer Trainingstherapie. Vor Beginn der Stoßwellentherapie sollten optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung geschaffen werden, dazu gehört die Korrektur von Sehnenfehlbelastungen durch z. B. korrigierende Einlagen oder Orthesen und Arbeitsplatzzurichtungen wie horizontale Maus- und Handgelenksstütze ).“
Die Stoßwelle beeinflusst das Zusammenspiel von Faszien, Sehnen, Muskeln und Knochen und eignet sich daher für ein breites Spektrum orthopädischer Beschwerden. Dazu zählen schmerzhafte Sehnen- und Sehnenansatzprobleme wie Tennis- und Werferellenbogen, Achillessehnenbeschwerden, Plantarfasziitis, Glutealsehnen- oder Hamstringbeschwerden. Aber auch Restbeschwerden nach Operationen können behandelt werden. Zudem können frühe Stadien des Knochenödems, degenerative Gelenkerkrankungen sowie schlecht heilende Knochenbrüche von der regenerativen Wirkung profitieren. Selbst Muskelverletzungen, chronische Wunden und Nervengewebe zeigen unter ESWT eine beschleunigte Heilung, da unter anderem Stammzellen aktiviert werden.
Häufig kombiniert: ESWT und EMTT
„Wir setzen die Stoßwelle dann ein, wenn sie medizinisch sinnvoll ist. Es geht immer um die bestmögliche Therapie für den individuellen Patienten“, so Schallner. „Häufig kombinieren wir die ESWT mit der EMTT ( Extrakorporale Magnettransduktionstherapie ). Hier wird ein oszillierendes Magnetfeld um eine Spule erzeugt. Dieses dient neben der Schmerztherapie der Regeneration und Rehabilitation von Sportverletzungen, entzündlichen Gewebsreaktionen wie der Rheumatoide Arthritis, degenerativen Gelenkerkrankungen und Heilung von Knochenbrüchen.“
Die Wirkung der Stoßwelle basiert auf Mechanotransduktion: Druck-, Zug- und Scherkräfte werden im Gewebe in biochemische Signale übersetzt. Es entstehen neue Blutgefäße, welche den Stoffwechsel normalisieren, Entzündungsprozesse werden sinnvoll moduliert und Stammzellen mobilisiert.
In der Regel genügen drei bis vier Sitzungen im Wochenabstand. Bei der Behandlung wird die fokale mit der radialen ESWT individuell kombiniert. Fokal bedeutet, dass die Stoßwellen gezielt und tief das Gewebe bearbeiten währen sich die Stoßwellen bei der radialen Stoßwelle fächerförmig an der Oberfläche ausbreiten. Hierbei werden unter anderem Muskeldysfunktionen und Triggerpunkte in einzelnen Muskeln bzw. Muskelgruppen behandelt. Erste Verbesserungen treten häufig bereits nach wenigen Anwendungen auf, während die Stoffwechselaktivierung weit über den Behandlungszeitraum hinaus anhält.
Dr. Schallner: „Bei richtiger Indikation ist die Stoßwellentherapie ein effizienter, wissenschaftlich-belegter Heilungsbeschleuniger mit bemerkenswertem regenerativem Potenzial.“