Kreuzbandriss OP und Seitenbandverletzung

Hilfe bei Kreuzbandverletzung und Seitenbandverletzung

Das Knie ist das größte Gelenk im menschlichen Körper. Es ist durch Sport und Alltag großen Belastungen ausgesetzt. Maßgeblich stabilisiert wird es dabei durch die Kreuzbänder und Seitenbänder. Die Seitenbänder verlaufen an den Außenseiten der Knie, die Kreuzbänder befinden sich innerhalb des Kniegelenks. Die Seitenbänder dienen vor allem der seitlichen Stabilität, die Kreuzbänder verhindern das Weggleiten des Unterschenkels gegen den Oberschenkel nach vorne oder hinten.

Bei einer plötzlichen Verdrehung des Kniegelenkes kann es zu einer Kreuzbandverletzung oder Seitenbandverletzung kommen. Häufige Ursachen sind Sportverletzungen, wie sie zum Beispiel beim Fußball oder Skifahren vorkommen. Bandverletzungen am Knie können sehr schmerzhaft sein und die Bewegungs- und Sportfähigkeit stark beeinträchtigen. Durch eine rasche und gezielte Kniebehandlung werden Mobilität und Schmerzfreiheit in der Regel wiederhergestellt und Folgeschäden vermieden.

Die Knieexperten bei ECOM® Excellent Center of Medicine sind auf die Behandlung von Knieproblemen wie Kreuzbandverletzung und Seitenbandverletzung bei Profi-, Freizeit- und Nichtsportlern spezialisiert. Die langjährige Erfahrung hat gezeigt: Nicht immer muss eine Bandverletzung am Knie operiert werden.

In vielen Fällen kann eine Kreuzbandverletzung oder Seitenbadverletzung mit Hilfe konservativer Therapien erfolgreich behandelt werden. Sollte eine Operation notwendig sein, werden diese von unseren Kniespezialisten in der Regel minimalinvasiv durch arthroskopische Verfahren durchgeführt. Immer mit dem Anspruch, eine schnelle Regeneration mit Erhalt der Bewegungs- und Sportfähigkeit zu ermöglichen.

Was ist eine Verletzung am Kreuzband?

Jedes Knie hat zwei Kreuzbänder: ein hinteres und ein vorderes Kreuzband. Sie verlaufen über Kreuz und schützen das Kniegelenk beim Strecken, Beugen oder Drehen.

Jedes Kreuzband ist etwa kleinfingerdick und hat eine Reißfestigkeit von über 200 kg. Während die beiden Seitenbänder am Knie zu tasten sind, liegen die Kreuzbänder in der Tiefe des Kniegelenkes verborgen.

Ursache für Verletzungen an den Kreuzbändern sind oft Sportverletzungen oder andere Traumata. Das vordere Kreuzband ist dabei deutlich häufiger betroffen. Grundsätzlich kann jedes Kreuzband überdehnt oder gezerrt werden, teilweise oder ganz reißen. Der Kreuzbandriss ist die bekannteste Form der Kreuzbandverletzung.

Bei einem frischen Kreuzbandriss schießt der Schmerz sofort nach der Verletzung ein. Viele Betroffene hören dabei ein knackendes Geräusch, das signalisiert, hier ist etwas gerissen.

Oft lassen die Beschwerden nach einigen Tagen nach und treten vor allem erst bei Belastung wieder auf. Je nach sportlicher Aktivität kann eine Kreuzbandverletzung so über lange Zeit unbemerkt bleiben. Bleibt die rechtzeitige Behandlung der Kreuzbandverletzung jedoch aus, können auf lange Sicht degenerative Veränderungen des Gelenkknorpels oder Meniskusschäden entstehen.

Was ist eine Verletzung am Seitenband?

Das Kniegelenk bekommt seine Stabilität neben dem Kreuzband auch durch seine Seitenbänder (Kollateralbänder): Das Innenband und das Außenband.

Das Innenband ist ein flaches breites Band mit einer Länger von etwa 7 cm und zieht von der Innenseite der Oberschenkelrollen bis hinunter zum Schienbeinkopf (Tibiakopf).  Es stabilisiert das Knie im gestreckten Zustand.

Das Außenband läuft an der äußeren Seite der Oberschenkelrolle bis zum Wadenbeinköpfchen, ist rundlich, im Durchmesser etwa bleistiftdick und damit dünner als das Innenband. Es schützt das Knie im gebeugten Zustand gegen das Wegknicken nach außen.

Ursache für Verletzungen an den Seitenbändern sind oft Sportverletzungen oder andere Traumata. Das Seiteninnenband ist dabei deutlich häufiger betroffen. Jedes Seitenband kann überdehnt oder gezerrt werden, teilweise oder ganz reißen. Eine typische Situation für eine Seiteninnenbandverletzung ist das Wegknicken nach innen durch eine Rotationsbewegung beim Fußballspielen oder Skifahren. Bei der Seitenaußenbandverletzung knickt das Kniegelenk mit großer Krafteinwirkung nach außen weg. Die wahrscheinlichste Ursache ist hier ein plötzliches Abbremsen oder ein großen Ausfallschritt.

Wie macht sich eine Bandverletzung am Knie bemerkbar?

Bandverletzungen am Knie sind komplex. Je nach Ausmaß der Verletzung, Alter und körperlicher Fitness des Patienten können unterschiedliche Beschwerden auftreten. Die häufigsten Symptome einer Bandverletzung sind Schmerzen und Schwellungen. Bei stärkerer Verletzung können Instabilität des Knies und Bewegungseinschränkungen hinzukommen. Oft treten die Schmerzen besonders bei Bewegungen auf.  Ist das betroffene Gelenk stabil, sind Gehen und Stehen in der Regel trotz Schmerzen möglich. Blutergüsse entstehen meist nur, wenn Gewebe verletzt wird.

Symptome bei Kreuzbandverletzung und Seitenbandverletzung

  • Schmerzen
  • Schwellung
  • Instabilität beim Gehen
  • Eingeschränkte Belastungsfähigkeit
  • Reduzierte Gehfähigkeit
  • Streck- und Beugehemmung
  • Blutergüsse
  • Gelenkblockade

 

Bei einer Kreuzbandverletzung oder Seitenbandverletzung, kann der Schmerz nach wenigen Tagen nachlassen und nur noch bei Belastung auftreten. Bandverletzungen können in diesen Fällen über Jahre unerkannt bleiben. Auf Dauer führen unbehandelte Bandverletzungen an Kreuzband und Seitenband jedoch zu einer Instabilität des Kniegelenkes. Diese kann degenerative Prozesse begünstigen und das Risiko einer Kniearthrose oder anderen Knieverletzungen wie Meniskusschäden erhöhen.

Wie wird eine Bandverletzung am Knie behandelt?

Das Ausmaß der Verletzung, die Instabilität des Kniegelenkes, Alter und berufliche und sportliche Anforderungen des Patienten entscheiden über den Behandlungsverlauf. Grundsätzlich gilt: Nicht jede Kreuzbandverletzung und Seitenbandverletzung muss operativ behandelt werden. In vielen Fällen können Bandverletzungen am Kreuzband und Seitenband erfolgreich konservativ behandelt werden. Die Knieexperten bei ECOM® Excellent Center of Medicine stellen hierfür ein individuelles Behandlungs- und Therapiekonzept zusammen, das aus Schmerztherapie, Physiotherapie und orthopädischen Hilfsmitteln besteht.
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Schmerztherapie

  • Lokale Anwendung (Schmerzsalbe, Schmerzgel)
  • Orale Einnahme (Tabletten oder Tropen)
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Physiotherapie

  • Krankengymnastik zum Aufbau der Muskulatur und zur Verbesserung der
  • Gelenkfunktion
  • Kältetherapie
  • Ultraschall
  • Manuelle Lymphdrainange
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Orthopädische Hilfsmittel

  • Gehhilfen (z. B. Unterarmgehstützen)
  • Spezielle Schienen zur Ruhigstellung des Knies
  • Knieorthesen
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Seitenband- oder Kreuzbandriss-OP

  • Banderhaltende Naht
  • Bandersatz durch Körperimplantat
  • Bandersatz durch selbstauflösendes Fremdimplantat
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Sollte eine konservative Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringen, raten die Kniespezialisten von ECOM® Excellent Center of Medicine vor allem jungen Patienten und sportlich aktiven Erwachsenen zu einer Operation. Hierbei wird die Stabilität des Kniegelenks voll wiederhergestellt und mögliche Folgeschäden wie z.B. Arthrose oder Meniskusläsionen werden vermieden.

Die Knie-OP erfolgt meist zwei bis vier Wochen nach der Verletzung, da Schwellungen und akute Wunden abgeheilt sein müssen. Sie wird von den Knieexperten bei ECOM® Excellent Center of Medicine mit viel Erfahrung und Präzision in minimalinvasiven, arthroskopischen Verfahren durchgeführt.

Bei der Seitenband- oder Kreuzband-OP wird das gerissene Band traditionell genäht oder durch ein Transplantat aus körpereigenen Sehnen ersetzt. In wenigen Fällen kann alternativ auch ein modernes Implantat aus selbstauflösendem Material verwendet werden. Dieses unterstützt den Heilungsprozess wie ein körpereigenes Implantat, verbleibt aber nicht auf Dauer im Körper. Diese banderhaltende Technik bietet einigen Patienten entscheidende Vorteile, kann aber nicht bei jeder Verletzung angewendet werden.

Welche Operationstechnik individuell geeignet ist, entscheidet der operierende Arzt. Entscheidend sind hierfür Ausmaß und Lage der Verletzung sowie das körperliche Anspruchsniveau. Grundsätzliches Ziel ist immer die schnelle Schmerzreduzierung und optimale Wiederherstellung der Bewegungs- und Sportfähigkeit. Eine individuelle Rehabilitationstherapie nach der Operation untertützt den Heilungsverlauf und beschleunigt die Regeneration.

Wie verläuft die Regeneration nach einem Kreuzbandriss?

Die minimalinvasiven, arthroskopischen Eingriffe am Seitenband oder Kreuzband dauern in der Regel nur 1 – 3 Stunden. Damit der Verletzte sein Knie jedoch wieder richtig bewegen und belasten kann, sind gezielte Rehabilitationsmaßnahmen notwendig.

Die Knieexperten von ECOM® Excellent Center of Medicine entwickeln hierfür in enger Zusammenarbet mit speziell geschulten Physiotrainern ein individuelles Rehabilitationsprogramm, das den Heilungsverlauf unterstützt und den Regenerationsprozess optimiert.

  • In der Regel sollte das operierte Bein durch orthopädische Hilfsmittel für 2 – 6 Wochen geschützt und entlastet werden.
  • Nach ca. 6 Wochen startet die Trainingstherapie zur Verbesserung von Kraft, Koordination und Ausdauer.
  • Ein erstes Training auf dem Radergometer, Walken und leichtes Joggen sind nach 6 – 10 Wochen möglich.
  • Sportarten mit Stop-and-go-Bewegungen (Ballsportarten wie Fußball, Basketball, Tennis etc.) sowie mit erhöhtem Verletzungsrisiko (Ski- und Snowboardfahren, Inlineskaten etc.) sollten bei Kreuzbandimplantat für ca. 6-8 Monate gemieden werden.

Beratung und Kontakt bei Fragen zu Bandverletzung am Knie

Sie haben Fragen zu Behandlung und Therapie bei Bandverletzung am Knie? Unsere Kniespezialisten Dr. Erich Rembeck und Dr. Alexander Rauch informieren und beraten Sie gerne ausführlich in einem persönlichen Gespräch. Vereinbaren Sie einfach einen Termin. Wir freuen uns auf Sie.